By Peter Wiedemann

Neue Technologien, deren Risikopotenziale noch im Dunkeln liegen, lösen oftmals Ängste und Befürchtungen aus. Ist das Vorsorgeprinzip geeignet, damit umzugehen? Mit dieser Frage befasst sich das vorliegende Buch. Auf der foundation empirischer Forschung wird gezeigt, dass das vorsorgende Risikomanagement alle ideologischen Sehnsüchte abweisen muss. Erst evidenz-basierte Informations- und Kommunikationsstrategien bieten einen tragfähigen Ansatz, um fatale Fehler zu vermeiden.

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Aufklärung und Einwilligung in der Psychiatrie: Ein Beitrag zur Ethik in der Medizin

Die Beachtung der Selbstbestimmung des Patienten in der Medizin hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wobei die Einwilligung nach Aufklärung des Kranken (Informed Consent) eine zentrale Rolle spielt. In der Psychiatrie treten beim expert Consent Probleme auf, wenn Kranke aufgrund ihrer psychischen Störung keine selbstbestimmte Entscheidung treffen können (Einwilligungsunfähigkeit).

Sportverletzungen — was tun?: Prophylaxe und sportphysiotherapeutische Behandlung

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Zu dieser Strategiegruppe gehören auch motivierende Maßnahmen, um Betreiber von Infrastruktureinrichtungen zu mehr Aufgeschlossenheit gegenüber Vorsorge anzuhalten. Die erste Strategie zur Unterstützung informierter individueller Entscheidungen zielt, wie bereits erwähnt, auf die Konsumenten. Diese sollen entscheiden können, ob sie ein und wenn ja, welches Produkt sie erwerben wollen, und ob sie bereit sind, die damit verbundenen Risiken einzugehen. Zu diesem Zweck sind ihnen entsprechende Produktinformationen zur Verfügung zu stellen.

Es ist allerdings festzuhalten, dass die Vorstellung, alle könnten über alles direkt mitentscheiden – im Sinne eines universellen Konsenses – kaum praktikabel ist. Gesellschaftliche Risiko- und Vorsorgeentscheidungen können nicht die Summe individueller Entscheidungen sein. Bürgerbeteiligung kann politische Entscheidungsprozesse und deren wissenschaftliche Basis nicht ersetzen. Ziel kann es nur sein, diese Prozesse zu vervollständigen und so die Legitimation von Entscheidungen zu sichern. Dabei geht es um Dialog und Beteiligung.

Möglichkeiten sind: ƒ ƒ ƒ ƒ die rechtzeitige Information über geplante Basisstationen, Stromtrassen oder andere Infrastrukturprojekte, die Überprüfung von Standortalternativen mit dem Ziel der Emissionsreduktion, die Einbeziehung von Vertretern der Kommunen in Mobilfunknetzplanung (Erarbeiten von Richtlinien) und die Einbeziehung der lokalen Öffentlichkeit in die Standortentscheidung. Motivierende Maßnahmen richten sich an Industrieunternehmen als die Planer von Vorhaben und die Betreiber von Anlagen.

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