By Steffen Herrmann

Symbolische Verletzbarkeit bezeichnet die Offenheit der menschlichen Existenz für Akte der Missachtung. Ausgehend von den anerkennungstheoretischen Arbeiten von G.W.F. Hegel und den alteritätstheoretischen Arbeiten von E. Levinas zeigt Steffen Herrmann, dass diese spezifisch menschliche shape der Verletzbarkeit mit einer grundlegenden rekognitiven Abhängigkeit von Anderen und einer existenziellen moralischen Ausgesetztheit an Andere verbunden ist. Hieraus ergibt sich die Grundthese der Untersuchung: Die Begegnung zwischen Ich und Anderem ist strukturiert durch die doppelte Asymmetrie des Sozialen.

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Eine Studie zur Pathogenese der modernen Welt, Freiburg 1 959, S . 1 8) Vgl. Leo Strauss, Hobbes ' politische Wissenschaft, Neuwied und Berlin 1 965, S. ; sowie Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, Frankfurt am Main 1 992, S. 1 3 . nachdem er ausgebrochen war, (Reinhard Koselleck, 38 I SYMBOLISCHE VERLETZBARKElT ausgabe des Leviathan verewigt. 5 Was jedoch nicht gezeigt wird und auf was es mir nachfolgend ankommen wird, ist das Sze­ nario, welches der Leviathan zu überwinden angetreten ist: das Leben im Natur­ zustand.

Hege! on the Modern World, New York 1 995, S. 199-217. 35 Beide Ansätze un­ terzieht Regel nun nacheinander einer grundsätzlichen Kritik. Deren Tenor fallt in beiden Fällen gleich aus: Sowohl in der formellen als auch in der empirischen Behandlungsart erscheint die Natur des Mensch als eine Ansammlung von un­ sittlichen Anlagen. Sittlichkeit wird in beiden Fällen nicht als in der Natur des Menschen verankert vorgestellt, sondern findet sich erst in jenem Moment, in dem der Mensch seine Natur zu überwinden vermag.

16 Das Streben nach Gütern fUhrt fur Hobbes zunächst zur Konkurrenz, weil er den Naturzustand als einen Mangelzustand denkt, indem eine Knappheit an existenziellen Gütern herrscht. Die Konkurrenz, die dadurch im Naturzustand angelegt ist, erhält eine dramatische Dynamik dadurch, dass Hobbes den Menschen am Vorbild des Nutzenmaximierers denkt. 17 Er versucht daher möglichst viele der knappen Güter fur sich zu beanspruchen. Die Konkurrenz um Güter weitet sich dadurch zu einem existenziellen Kampf ums Überleben aus.

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