By Benedikt Giesing

Das Buch rekonstruiert die gemeinschaftstheoretischen Elemente der Soziologie Max Webers, dem guy seinen individualistischen und rationalistischen Ansatz zum Vorwurf gemacht hat. Im Anschluss an Max Webers Begrifflichkeit und seinen Analysen der Weltreligionen werden Bausteine zu einer soziologischen Theorie religiöser Vergemeinschaftung gelegt. Statt der üblicherweise verwendeten gemeinschaftssoziologischen Ansätze von Durkheim oder Tönnies wird hier Webers Vorgehensweise und Begrifflichkeit konsequent weitergeführt. Dabei zeigt der problembezogene, empirisch-historische Vergleich von antikem Judentum, antikem Christentum, Islam, Protestantismus, Hinduismus und Konfuzianismus nicht nur die Formenvielfalt charismatischer Gemeinschaftsbildungen. Vielmehr fördert die theoretische Systematisierung überraschende Analogien und Gemeinsamkeiten zwischen den untersuchten Religionen zu Tage, die in Zeiten der Wiederbesinnung auf kulturelle und religiöse Identitäten das interkulturelle Verständnis erleichtern können.

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Roots of Religious Extremism, the: Understanding the Salafi Doctrine of AL-Wala' Wal Bara'

One of many concerns in modern Islamic notion which has attracted significant realization among Muslim students and in the Muslim group is the legitimate and acceptable perspective of Muslims to relationships with non-Muslims. an incredible resource of misunderstanding and controversy almost about this dating comes from the allegation that Muslims needs to reserve their love and loyalty for fellow Muslims, and reject and claim conflict at the remainder of humanity — such a lot acutely noticeable during the Islamic thought of Al-Wala' wal Bara' (WB) translated as “Loyalty and Disavowal”, which seems to be valuable within the ideology of contemporary Salafism.

Book of Religion & Empire

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Denn war ihre ehemalige Vergemeinschaftungsbeziehung nicht das einzig mögliche, exklusive Objekt ihres Zusammengehörigkeitsempfindens? Man wird zwar nicht behaupten können, die sozialen Kreise, denen ein Individuum sich zugehörig fühlt, könnten sich überhaupt nicht wandeln. Indes scheint es offensichtlich, daß die allgemeine Disponibilität von 'Zusammengehörigkeitsgefühlen' bei weitem geringer ist als die von zweckrationalen Motiven zur Interessenkoordination. Seine Gefühle und Intuitionen sucht man sich nicht aus, seine Zwecke schon, und in Webers Augen: seine Werte auch.

Aber verhielten sie sich 41 Ähnliches mUßte analog fUr das affektorientierte Handeln gelten (vgl. KvS 430), auch wenn Weber dies im Kategorienaufsatz nicht entfaltet. 33 dann noch ,sozial orientiert'? Sie wären nicht aktuell am Verhalten anderer orientiert, sondern an Werten und vielleicht dadurch an anderen. Wie man die Sache auch dreht und wendet, es will nichts Rechtes daraus werden. E. den Nachweis schuldig, daß und wie wertorientiertes Handeln soziale Orientierung aufweisen kann. B. ). 3 Die Abhängigkeit der Vergesellschaftung von der Einverständnisgemeinschajt Weber verweist die Kategorie des 'Einverständnisses' methodologisch gegenüber der 'Vergesellschaftung' erkennbar auf den zweiten Rang, weil Einverständnishandeln weniger explizit, weniger rational und deswegen nur mit geringerer Evidenz verständlich deutbar ist.

Bestimmte Verknappungen von Konsum- oder Erwerbschancen anfilhrt. Mir scheinen auch hier Webers begriffliche Distinktionen 'vergesellschaftungslastig' zu sein. Denn das typische Schließungsmotiv der Vergemeinschaftungen hätte er konsequenterweise von der Prestige- oder Gewinnmaximierungsabsicht der Vergesellschaftungsschließungen abheben und mit 'Solidaritätssicherung' angeben können. Den Begriffen 'Öffuung' und 'Schließung' sozialer Beziehungen kommt meines Erachtens eine wichtige Bedeutung zu, wenn man sie statt unter dem konstruiert wirkenden Aspekt ihrer 'Bedingtheit' in Zusammenhang mit Webers Unterscheidung von ephemeren und perennierenden sozialen Beziehungen bringt.

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