By Susanne Pickel

Nicht erst seit der Transformation der politischen Systeme in Osteuropa wird dem schon in den 1950er Jahren entwickeltem Ansatz der politischen Kulturforschung wieder größere Aufmerksamkeit geschenkt. Seine zentrale Frage richtet sich auf die Herstellung und Bedingungen der Stabilität eines politischen structures. Neuere Betrachtungen implizieren die Integration der politischen Kulturforschung in die Überlegungen der vergleichenden empirischen Demokratieforschung als eine grundsätzlich Staaten und Regionen vergleichende shape der examine. Sie besitzt somit eine methodische, aber auch inhaltliche Breite wie kaum ein anderer politikwissenschaftlicher Forschungsansatz. Die Zielstellung der Vorgehensweise politischer Kulturforschung bezieht sich vor allem auf die subjektiven Einstellungen der Bevölkerung, welche der Grundpfeiler für die zukünftige Konsolidierung, Akzeptanz und Aufrechterhaltung der existierenden Staatsformen, aber auch der Demokratie als Konzept an sich sind. Das vorliegende Buch schafft durch die Integration der theoretischen Grundprämissen des Ansatzes der politischen Kulturforschung, der Darstellung seiner Einbindung in die overseas vergleichende Demokratieforschung, dem Aufzeigen seines methodischen Vorgehens und der Explikation der wichtigsten internationalen Vergleichsergebnisse eine breit gefächerte Diskussionsgrundlage für Forschung und Lehre.

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Dies geschieht in der Regel durch die Einbindung des Individuums über bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse der Umfrageforschung. Das zentrale Ziel der politischen Kulturforschung ist die Erklärung und Prognose der Stabilität von politischen Regimen oder politischen Systemen. 1 Kerngedanken politischer Kulturforschung 51 tems (im grundsätzlichen Modell, nicht konkret einer Demokratie) zu erhalten. Die gängigen Konzepte der politischen Kulturforschung (vgl. Almond/Verba 1963; Dias 1971; Easton 1975; Iwand 1985) beruhen auf folgenden Grundannahmen: Die fortdauernde Stabilität eines demokratischen politischen Systems hängt erheblich von seiner Akzeptanz in der Bevölkerung ab.

Damit wird ein Gedanke angesprochen, der in späteren Konzeptionen der politischen Kulturforschung an Relevanz gewinnt – der Gedanke der Bedeutsamkeit der Legitimität eines Systems für seine Bestandserhaltung und sein Überleben auch in Krisenzeiten (vgl. 3). Explizit wird also das Überleben und die Konstellation für die Stabilität eines politischen Systems untersucht. Implizit richtet sich diese Annahme aber wenige auf eine beliebige politische Ordnung, sondern eher auf ein demokratisches politisches System.

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