By Ulrich H. Brümmer

Die Studie untersucht das Parteiensystem des Freistaates Sachsen von der Formierung der demokratischen Kräfte im Herbst 1989 bis zum Jahr 2005. Mit der Landtagswahl vom 19. September 2004 veränderten sich die politischen Verhältnisse im bisherigen ostdeutschen "Musterland" radikal: Die Christdemokraten verloren ihre absolute Mehrheit und mussten eine Koalition mit der SPD eingehen. Die rechtsextremistische NPD zog in den Landtag ein und wurde zweitstärkste Oppositionspartei. Vorangegangen warfare ein Wahlkampf, in dem PDS und NPD die etablierten Parteien wegen der "Hartz-IV"- Reformen massiv attackiert hatten. Das Parteiensystem Sachsens hat sich, auch im Hinblick auf den antiextremistischen Konsensus, grundlegend gewandelt.

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet documents mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Institutioneller Wandel durch Lernprozesse: Eine neo-institutionalistische Perspektive

Die Autorin widmet sich mit dem Thema des institutionellen Wandels einer zentralen Frage der gegenwärtigen politikwissenschaftlichen Forschung. Aufbauend auf neo-institutionalistische Ansätze untersucht sie einen neuen und derzeit besonders intensiv diskutierten Aspekt institutionellen Wandels: das institutionelle Lernen zwischen Staaten.

Technologie von Unternehmenssoftware: Mit SAP-Beispielen

Unternehmenssoftware - das sind operative Anwendungssysteme wie ERP-Systeme, analytische Systeme wie info Warehouse-Systeme und Planungssysteme wie provide Chain Management-Systeme. Das Buch beschreibt ihre Technologie und Modellierungskonzepte. Außerdem die Integrationstechniken Portal, XML, Web-Services, Message-Broker und enterprise technique Management-Systeme, um mehrere Systeme zu einer Systemlandschaft zusammenzuschließen.

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Danach seien Parteien keine Staatsorgane in dem Sinne wie Regierungen und Parlamente. ^^ So nehmen die politischen Parteien eine Sonderstellung ein. ^* Das Konzept der catch-all-party, zu deutsch „Allerweltspartei", ist erstmalig umfassend von Otto Kirchheimer formuliert worden. *^ Den Honoratiorenparteien und den Parlamentariern alten Typs „stehen nun die modernsten Formen der Parteiorganisationen gegenliber. "*^ Nach Kirchheimer dominieren zu Beginn des 20. *^ Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs werden die Massenparteien zu Massenintegrations^* Art.

Die inzwischen zur PDS gewendete SED brauchte sich mangels Pendant nicht mit einer westdeutschen Schwesterpartei zu vereinigen. Allerdings grUndete die PDS alsbald westdeutsche Landesverbande, wenn auch auf ausgesprochen bescheidenem Niveau. Dieses Vier-Phasen-Modell lasst sich auf die folgende Darstellung anwenden. Die Entwicklung einzelner Parteien gestaltet sich im chronologischen Ablauf unterschiedlich, so dass sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht jede einzelne Partei im gleichen Entwicklungsstadium befinden muss.

Lediglich auf westliche Demokratien anwendbar. *^^ Die westeuropaischen Staaten teilt er in Zwei-Parteien-Systeme, ZweieinhalbParteien-Systeme, Vielparteien-Systeme mit einer dominierenden Partei und Vielparteien-Systeme ohne dominierende Partei. ^'"* Sartori bezieht nicht mehr alle Parteien ungeachtet ihrer GroBe in seine Typologie mit ein. *'^ Die Relevanz werde aber nicht allein durch das Wahlergebnis bestimmt. ''^ Da dies selbst fur grCBere Parteien mitunter nicht der Fall ist, erganzt Sartori das Kriterium „Koalitionspotenzial" um den Faktor „Erpressungspotenzial", der Uber die Relevanz vor allem „kleiner" Parteien entscheiden soil.

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