By Hermann-Josef Vogt

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Dann aber gerät die Dreiteilung aus dem Blick. Von da ab scheint Origenes sich nur noch für die geistliche Erklärung zu interessieren; jedenfalls spricht er in § 7 und 8 nur noch von zwei Zwecken, die der Heilige Geist bei der Abfassung der Schriften verfolgte, in § 9 nur noch von zwei Sinnebenen im Text der Schrift und nur noch von zwei Arten von Schriftaussagen. Die erste Absicht (skopos) des Geistes, der nach Gottes Vorsehung durch das anfängliche Wort Gottes (die ganze Trinität ist also an der Abfassung der Heiligen Schrift beteiligt) die Diener der Wahrheit erleuchtet, bezog sich auf die verborgenen Geheimnisse des göttlichen Heilshandelns am Menschen; wer imstande ist, sich belehren zu lassen und forscht und sich in die Tiefen des Sinnes der Texte versenkt (vgl.

Daß auch das zur Auslegung des Gleichnisses Gesagte selbst wiederum einer Erklärung bedarf" (comm. in Mt. X. 2, S. 63). Wollte man diese wiederum aufschreiben. so ergäbe sich die gleiche Schwierigkeit und man könnte mit Schreiben nicht aufbören, so daß schließlich "die Welt die Bücher nicht fassen könnte" (Joh 2 1 . 24), die dazu notwendig wären (comm. i" MI. XIV, 12). Nicht das Verh üllen als solches ist also der zweite vom Geist verfolgte Zweck. sondern, daß er als Hülle für die Mysterien Erzählungen verwendet.

Noch der alte Origenes übernimmt schnell und seiner eigenen Fähigkeiten gewiß eine dogma­ tisch-kontrovers theologische Arbeit; andererseits zeigt auch der greise Origenes bei seinen exegetischen Arbeiten dieselbe Zurückhaltung wie am Anfang seiner Bibelauslegung. Zwar ist die Vorrede zum Matthäus�Kommentar genau so wenig auf uns gekommen wie die ersten neun Bücher überhaupt, aber an vielen Stellen der erhaltenen Tomoi spricht sich das Zögern, das Bedenken aus, ob man überhaupt zu manchen Versen des Evangeliums etwas Gültiges sagen, vor allem aber schreiben könne; genau wie in der Vorrede des Kommentars zum ersten Psalm.

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