By Thomas Hanitzsch Dr. phil., Dipl.-Journalist, Klaus-Dieter Altmeppen PD Dr. phil. (auth.), Klaus-Dieter Altmeppen, Thomas Hanitzsch, Carsten Schlüter (eds.)

Journalismus ist heute ein theoretisch intestine durchdrungenes Forschungsfeld. Denoch sind einige zentrale sozialwissenschaftliche Konzepte bislang nur wenig reflektiert worden. Dies trifft insbesondere auf die Begriffe „Handeln“, „Rationalität“, „Akteurkonstellationen“, „Milieus“ und „Lebensstile“, „Kapital-Feld-Habitus“, „Organisation“, „Interaktion“, „Netzwerke“ und „Macht“ zu. Der Band „Journalismustheorie: subsequent iteration“ will diese Lücke schließen, indem führende Soziologen gemeinsam mit Journalismusforschern ausgewählte, bislang nur unzureichend berücksichtigte sozialwissenschaftliche Ansätze in die aktuelle Diskussion einbringen und ihr Innovationspotenzial für die Journalismustheorie aufzeigen.

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Etwa Vanberg 2002). 2 Heuristiken Die empirische Untersuchung des Verhaltens bzw. Handelns der Menschen hat in der Tat ergeben, dass es zahllose Abweichungen vom Modell des rationalen Handelns gibt, aber auch, dass Menschen unter bestimmten Umständen durchaus zu rationalen Berechnungen in der Lage sind – und das unter bestimmten Umständen auch tun. Es gibt also offensichtlich (mindestens) zwei verschiedene Arten der Selektion von Alternativen: eine, die stark der automatischspontanen Auslösung biologisch ererbter und/oder sozial gelernter Programme entspricht und über den Weg der Mustererkennung und Aktivierung eines Programms verläuft; und eine, die auf der reflektierend-kalkulierenden Bildung von Intentionen und des Vergleichs guter Gründe beruht, in ihrer deutlichsten Form nach den Regeln der Wert-Erwartungstheorie.

Allerdings werden Interaktionen und Aggregationen nicht im Mittelpunkt dieses Beitrags stehen, da sie nicht den Kern der Handlungstheorie betreffen und zudem den zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen würden. 2 Handlungstheorien in der Kommunikationswissenschaft Akteurszentrierte Handlungstheorien im Allgemeinen und Theorien rationalen Handelns im Besonderen haben in vielen Sozialwissenschaften und auf vielen Feldern der Kommunikationswissenschaft längst ihren Platz gefunden. Dies gilt für die Soziologie, für die Politikwissenschaft, die Psychologie und natürlich die Wirtschaftswissenschaften (im Überblick Diekmann & Voss 2004; Kunz 2004).

Eine wichtige Implikation daraus ist, dass die eher soziologische Sicht des normativen Handelns ebenso ein Spezialfall ist wie die eher ökonomische Sicht des rationalen Handelns. Es ist eine „general theory of action“. 1 Wertrationalität Ein spezielles Problem aus wenigstens einigen der Typologien des Handelns ist damit jedoch noch nicht gelöst: die Einordnung der Wertrationalität als der „bewusst“ vorgenommenen Festlegung auf einen bestimmten, nicht mehr in Frage gestellten Bezugspunkt des Handelns.

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