By Hans-Ferdi Jennihsen (auth.)

Die Betriebswirtschaftslehre kennt unterschiedliche Zielsetzungen der Unterneh­ mungen. Besonders das Ziel der erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen steht, wie viele Veröffentlichungen zeigen 1, seit einigen Jahren im Mittelpunkt des Interesses. Die Lehrmeinungen gehen darüber auseinander, ob dieses Ziel über die Gewinn­ maximierung oder die Rentabilitätsmaximierung erreicht wird. Die bisherigen Lösungsversuche führen zu unbefriedigenden Ergebnissen. Damit stellt sich für diese Untersuchung die Aufgabe, aus dem Rationalprinzip abzuleiten, ob Beziehungen zwischen diesen beiden konkurrierenden Zielsetzungen bestehen, und festzustellen, ob eine der anderen vorzuziehen ist. Zusätzlich sollen Verfahren entwickelt werden, mit deren Hilfe guy das Kapital optimum steuern und dadurch die ermittelte Ziel­ setzung verwirklichen kann. Zuvor sollen die allgemeinen Grundlagen dargestellt werden. In diesem Zusammen­ grasp werden die verschiedenen Größen definiert und der mathematische Rahmen aufgebaut. Anschließend sind die verschiedenen Lehrmeinungen gesammelt; ihnen wird die eigene Ableitung gegenübergestellt. Da die bekannten mathematischen Ver­ fahren nicht in der Lage sind, die notwendigen Maximierungen durchzuführen, werden neue Methoden entwickelt. Im Anhang sind Zahlenbeispiele unter den ver­ schiedenen Voraussetzungen durchgerechnet. In der Septemberausgabe 1965 der Zeitschrift für Betriebswirtschaft veröffentlicht Pack einen Artikel unter der Überschrift »Rationalprinzip, Gewinnprinzip und Ren­ tabilitätsprinzip«2. Das behandelte challenge stimmt mit den Abschnitten CII und CIII dieser Arbeit völlig überein. So kommen Pack und der Verfasser auch zu den gleichen Ergebnissen. Da zur Zeit der Einreichung dieser Arbeit am 1. 6. 1965 an den Rektor der Technischen Hochschule Aachen die Ausführungen Packs noch nicht bekannt waren, konnten sie hier nicht berücksichtigt werden. 1 Im Laufe dieser Arbeit wird auf diese Veröffentlichung eingegangen.

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Der Schnittpunkt der Tangente im Gewinnmaximum mit der Abszissenachse liegt im Unendlichen. Man vergleiche dazu Abbildung 26. Dort sind die verschiedenen Maxima am Beispiel der Gewinnfunktion III graphisch ermittelt. M ] 2000 ybedeutet: Cr = konstant Penode 1 x [ Stuck Periode 2000 GM = GnM = R7rM R 6 rM R 5 M Abb. 26 Die verschiedenen Maxima am Beispiel der Gewinnfunktion III für Ct = konstant C. Das Ziel erwerbswirtschaftlich orientierter Unternehmungen I. Lehrmeinungen a) Das Ziel der Unternehmungen in den verschiedenen betriebswirtschaftliehen Schulen35 Über die Ziele wirtschaftlicher Unternehmungen bestehen seit jeher unterschiedliche Auffassungen.

Auflage, Band II, Spalte 1878ff. « Schmidt, Klaus-Dietrich- Erwerbswirtschaft, in: HdB, 2. Auflage, Band I, Spalte 1615ff. 38 Schmidt, F. -Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, in: Die Handelshochschule, Band 2, Wiesbaden 1950, S. 185. 39 Schmalenbach, E. - Grundlagen der Selbstkostenrechnung und Preispolitik, 7. Auflage, Köln und Opladen 1956, S. 486f. und 489ff. 35 60 Das Ziel erwerbswirtschaftlich orientierter Unternehmungen Rieger fordert dagegen ganz klar: »Die Unternehmung ist eine Veranstaltung zur Erzielung von Geldeinkommen - hier Gewinn genannt - ...

Band I, S. - Vgl. , S. « 7 1 Pack, L. - Rationalprinzip, a. a. , S. 287. 72 Ders. - Rationalprinzip, a. a. , S. 288. 73 Auch hier sind die Dimensionen verschieden: Der Gewinn wird in DM/Periode, das Kapital in DM angegeben. Die Kapitalrentabilitäten sind nicht dimensionslos. Vgl. Pack, L. - Maximierung der Rentabilität, a. a. , S. 85. , Köln 1955, S. , S. , vorgeschlagen. Aber auch Gutenberg verlangt in seiner Betriebswirtschaftslehre, Band I, a. a. , S. 348, bei der Darstellung des erwerbswirtschaftlichen Prinzips »einen möglichst großen Gewinn auf das eingesetzte Kapital«.

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