By Uwe Fachinger, Harald Künemund

Strukturwandel ländlicher Räume und demographischer Wandel schlagen sich in regionalen Wanderungen, wirtschaftlichen Schrumpfungs- und Konzentrationsprozessen sowie Problemen bei der künftigen Versorgung älterer Menschen nieder. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen für die familialen Generationenbeziehungen und regionalen Versorgungsstrukturen, die politische Gestaltung sowie Finanzierung dieser Veränderungen. Betroffen sind grundsätzlich die Lebenslagen aller Generationen in den jeweiligen Regionen. Es ergeben sich aber zugleich neue Chancen und Potentiale, die ein steigender Anteil älterer Menschen mit zunehmend besserer Gesundheit, durchschnittlich höherer Bildung und – im Vergleich zu früheren Zeitpunkten – materiell weitgehend gesicherten Lebenslagen mit sich bringt.

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In der konserva­ tiven Lesart der Rückkehr der Wölfe steht die schutzlose arme Dorjkultur (samt befriedeter guter Natur, die Kulturlandschoft mit all ihren lieben Pflanzenfres­ sern - wir erinnern uns an die sechs Geißlein) der bösen wilden Natur in3 fatalen Überlebenskampf gegenüber. Es droht ein finaler Rückzug der deutschen Dorf­ kultur, ein Ende mit Schrecken, bei der letztendlich dann auch das Licht ausgeht. ' Der somit unmssene konser­ vative Alarmismus, der sich der Klaviatur der Rhetorik der Reaktion (Hirschrnan 1992) bedient, lässt sich nicht aus den tatsächlichen Nöten der Dorfbewohnerin­ nen und Bewohner in peripheren Räumen ableiten.

Berlin: Bundesmi­ nisterium des Innem. Bundesministerium des Innern (2011b). Jedes Alter zählt. Demografiestrategie der Bun­ desregierung. Ber1in: Bundesministerium des Innem. Bundesministerium für Verkehr Bau und Stsdtentwicklung und Bundesamt für Bau-, Stsdt- und Raumforschung (2011). Regionalstrategie Daseinsvorsorge. Denkanstö­ fleßr die Praxis. Berlin und Bonn: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stsdt­ entwicklung und Bundesamt für Bau-, Stsdt- und Raumforschung. Friedrich, K. (2008). Binnenwanderungen älterer Menschen - Chancen für Regionen im demographischen Wandel.

93). Kaum weniger robust wäre die Vorhersa­ ge, dass Schwedt im Jahr 2040 nicht mehr an der Oder, sondern an der Ostsee liegen würde. Oder dass die Einwohnerzahl auf 8,25 Tausend sänke, da die Mo­ bilität im Schnitt um 107,5 Frauen p. a. höher liegen müsse. 945 Tausend Einwohner und Einpendler steige und sich Schwedt tendenziell mit Berlin zu einer Doppehnetropole entwi­ ckele. Solche willkürlichen Annahmen sind unplausibel. Die oben zitierten de­ mographischen Prognosen sind es aber auch, es sei dann, Bevölkerungsprozesse werden wie bei Burgdörfer und seinen Jüngern als mathematisches Gesetz ver­ standen, und nicht als Folgen sozialer Bedingungen.

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