By Manfred Brocker (auth.), Manfred Brocker, Mathias Hildebrandt (eds.)

Jahrelang warfare die faith kein Gegenstand sozialwissenschaftlicher Forschung. Spätestens seit den Anschlägen vom eleven. September 2001 hat das Thema jedoch Konjunktur. Dabei ist für den gegenwärtigen Diskurs der Konnex von faith und Krieg bzw. Terror kennzeichnend. Der vorliegende Band legt das Augenmerk auf den gegenteiligen Effekt und betritt damit Neuland: Haben Religionen nicht auch friedensstiftendes strength? Immerhin halten so intestine wie alle Glaubenslehren Friedensvisionen bereit. Auf einer ideengeschichtlichen, theoretischen und empirischen Ebene fragen die Autoren nach dem Beitrag religiöser Akteure zur Vermeidung oder gar Beilegung von gesellschaftlichen und politischen Konflikten. Der Band liefert damit eine erste Bestandsaufnahme eines bislang kaum beachteten Aspekts in der Beschäftigung mit Religion.

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Roots of Religious Extremism, the: Understanding the Salafi Doctrine of AL-Wala' Wal Bara'

One of many concerns in modern Islamic inspiration which has attracted massive realization among Muslim students and in the Muslim group is the legitimate and acceptable perspective of Muslims to relationships with non-Muslims. an incredible resource of misunderstanding and controversy with reference to this courting comes from the allegation that Muslims needs to reserve their love and loyalty for fellow Muslims, and reject and claim struggle at the remainder of humanity — such a lot acutely noticeable throughout the Islamic suggestion of Al-Wala' wal Bara' (WB) translated as “Loyalty and Disavowal”, which seems to be valuable within the ideology of recent Salafism.

Book of Religion & Empire

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Die Schärfe der jüdischen Polemik gegen die christlichen Dogmen offenbarte die geistige Wehrlosigkeit der Laien und des Klerus gleichermaßen. Denn da sich die jüdischen Gelehrten „im exegetischen Streit auf den verständlichen Wortsinn stützten und in der dialektischen Gedankenführung geschult waren, so wussten sie eben die Vernunft in doppelter Weise auf ihrer Seite. Dagegen scheuten Priester und Bischöfe in der Regel vor einer Disputation zurück, besonders wenn diese vor Zeugen oder gar in aller Öffentlichkeit zu führen war.

Auf der einen Seite greift die theologische Argumentation auf die Autoritäten des Alten und des Neuen Testamentes zurück, um sowohl die Unwahrheit des Islam als auch die Wahrheit des Christentums zu erweisen. Gelegentlich werden sogar einige Suren des Korans vom christlichen Gesprächspartner herangezogen, wenn sich diese als eine Bestätigung des Christentums lesen lassen. Aber dieser Rückgriff auf die christlichen Autoritäten bleibt für den muslimischen Gesprächspartner letztendlich unbefriedigend, weil er mit diesen „nicht eben viel zu schaffen“ hat (Damaskenos/Abnj Qurra 1995: 115), d.

Den Juden kann diese Argumentation natürlich nicht überzeugen, die er mit dem Hinweis, der Christ tue „der Schrift Gewalt an“ und verdrehe „die Schriftstellen so lange, bis sie [seinen] Glauben belegen“ (81), zurückweist. Der Problematik einer ausschließlich vernünftigen Verteidigung des Christentums versucht Crispinus in seinem zweiten Gespräch, der Disputatio christiani cum gentili de fide Christi, auf den Grund zugehen. In diesem Dialog treffen zwei Philosophen aufeinander, von denen der eine Christ und der andere Heide (möglicherweise Muslim) ist.

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