By Wulf Tessin

Die Publikation besch?ftigt sich mit den sozialen Bestimmungsfaktoren der Nutzung st?dtischer Freir?ume im Kontext von Freizeit und Erholung und thematisiert die Bedeutung des Raumes f?r menschliches Verhalten. Auf dieser foundation werden die Pr?missen der r?umlich-gestalterisch orientierten Landschafts- und Freiraumplanung ideologiekritisch in Frage gestellt, und mit dem Konzept des Freiraumkulturmanagements wird ein genuin sozialwissenschaftlicher Ansatz entwickelt, der nicht die Freiraumgestaltung, sondern das Freiraumgeschehen in den Mittelpunkt des planerischen HandeIns r?ckt. F?r die zweite Auflage wurde das Buch vollst?ndig korrigiert und aktualisiert.

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Das gleiche gilt für Sportaktivitäten, für die man gesonderte, räumlich getrennte Sportanlagen geschaffen hat. h. je weniger er zulässt bzw. nahe legt, je mehr er also in Richtung Monofunktionalität tendiert, desto selektiver ist von vornherein der Benutzerkreis 45 W. 1007/978-3-531-92906-4_4, © VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2011 und höher damit die Konformitätsbereitschaft, desto geringer aber auch die praktische Möglichkeit zur Normabweichung. Diese ‚Ausgrenzungspolitik’ ist besonders weit getrieben in Friedhofs- und Sportanlagen.

Diese Unklarheit kann sich sowohl auf die Art des erwarteten Verhaltens wie auch auf die Normativität des Verhaltens beziehen: ist es nur erwünscht, erlaubt oder gar pflichtmäßig vorgeschrieben? Nehmen wir einen Hundebesitzer im Park, so ist er sich nicht immer ganz klar, ob er den Hund an der Leine führen muss oder nur sollte, die Häufchen seines Hundes beseitigen muss oder sollte. Ab wann muss er dem Hund das Bellen verbieten, wo fängt Ruhestörung an? Auf einer anderen Ebene liegen Rollenkonflikte, wo die an eine Position geknüpften Verhaltenserwartungen nicht mit den eigenen Bedürfnissen und Wertvorstellungen übereinstimmen, also ein Mangel an Rollenidentifikation vorliegt.

Bahrdt 1969: 112) Im Fall der Allmende am Kronsberg ist dies aber nicht zu beobachten, vielmehr ist davon auszugehen, dass sich mit der Zeit ein bestimmtes Verhaltens-Pattern herausbilden wird (und sich tatsächlich bereits inzwischen herausgebildet hat). 42 Es gab in der Landschafts- und Freiraumplanung in den 1970er und 80er Jahren die Position (vgl. hierzu etwa Böse 1981), offen oder unklar definierte Freiräume nicht als Verhaltensrisiko, sondern als Verhaltenschance zu sehen. Der Rückzug der Gartengestalter und Pflegekolonnen aus den öffentlichen Grünflächen würde - so die damalige Position - einer ‚Befreiung’ der Nutzung gleichkommen.

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