By Ulrike Maschewsky-Schneider (auth.), PD Dr. phil. Ulrike Maschewsky-Schneider (eds.)

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Diese Therapiegruppen sind: Ostrogen-Vergabe, Vergabe von Progesteron zusammen mit Ostrogen, Vergabe eines Placebos. Primar solI die Wirkung der Hormonsubstitution auf das Erkrankungsrisiko fur koronare Herzkrankheiten (primare Endpunkte) geprUft werden; an zweiter Stelle (sekundare Endpunkte) stehen die Krebserkrankungen und Osteorporose. Diese Endpunkte werden durch den Studienverlauf hindurch bei den Teilnehmerinnen verfolgt. 000 Uterus nicht mehr vorhanden OT OGT PL OGT PL 30% 28% 42% 58% 42% Koronare Herzkrankheiten (Krebs Osteoporose) OT OGT PL CalciumNitamin 0 20% Fettanteil an den Gesamtkalorien 40% Normale Ernahrung Calciuml Vitamin 0 Placebo 60% 50% 50% Brustkrebs Dick-lMastdarm (Koronare Herzkrankheiten) Osteoporose Knochenbr(jche (Dick-I Mastdarmkrebs) Ostrogentherapie Kombinationstherapie (Ostrogen plus Gestagen) Placebo Die Veranderung der Ernahrung, als ein "Arm" der Studie, hat Brust- und Dick-IMastdarmkrebs als primare Endpunkte, Allerdings besteht auch die begriindete Hypothese, daB die fettarme und ballaststoffreiche Ernahrung das Risiko fur koronare Herzkrankheiten verringert.

1985), daB Frauen der Altersgruppen 5059, 60-69 und 70-83 Jahre, die Ostrogene verabreieht bekommen hatten, leicht (aber nicht signifikant) hOhere Raten fur Herz-Kreislaufkrankheiten hatten als Frauen nach der Menopause, die keine Hormone nahmen. Dies zeigt, daB die verfugbaren Daten widersprtichlich sind und typische Probleme und Unsicherheiten von Beobachtungs- und Fall-Kontroll-Studien deutlich machen. Derby et al. 200 Frauen, von denen 39% auf natiirliehe Weise in die Menopause gekommen waren und 28% durch chirurgische Eingriffe.

Wie aber bereits im Zusammenhang mit der Hormontherapie dargestellt wurde, unterliegen Ergebnisse von Fall-Kontroll- und Beobachtungsstudien starken Einschrankungen. Zusammenfassend laBt sich festhalten, dafi fur die beschriebenen Krankheiten bei Frauen, namlich die koronaren Herzkrankheiten, Brust- und Dick-lMastdarmkrebs und Osteoporose, valide Hypothesen tiber ursachliche Zusammenhange bestehen, und dafi diese Zusammenhiinge von enormer Public-Health-Bedeutung sind. Es fehlen aber kontrollierte klinische Studien, in denen den aufgeworfenen Forschungsfragen wissenschaftlich nachgegangen werden kann.

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