By Peter Mistele (auth.)

In so genannten Hochrisikoumwelten führen Fehler zu einer überdurchschnittlichen Gefahr für die Gesundheit und das Leben von Menschen bzw. für die Umwelt. Von betreffenden Organisationen wie z. B. Kernkraftwerken, petrochemischen Unternehmen, Luftfahrtunternehmen, medizinischen Einrichtungen oder Spezialeinheiten der Polizei wird erwartet, dass sie auch in kritischen Situationen und unter Zeitdruck mit einem geringen Fehleraufkommen agieren und ein hohes Leistungsniveau aufrecht erhalten.

Aufbauend auf einer explorativen Untersuchung in medizinischen Rettungsdiensten, Spezialeinheiten der Polizei und Feuerwehreinheiten entwickelt Peter Mistele ein Modell, welches individuumsbezogene, teambezogene und strukturelle verlässlichkeitsbeeinflussende Faktoren von Organisationen in Hochrisikoumwelten und damit Ansatzmöglichkeiten zur Leistungsverbesserung zusammenfasst. Für den Aufbau und Erhalt von Verlässlichkeit wird vor allem die Bedeutung eines kontinuierlichen arbeitsbezogenen Lernens identifiziert. Im Mittelpunkt der examine stehen Forschungen zu excessive Reliability, Fehlermanagement und Human Factors/Crew source administration.

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Gute Entscheider akzeptieren dies und handeln trotz Unsicherheit. Nur durch den Vollzug von Entscheidungen im praktischen Handeln lassen sich die jeweili-  24 25 Als Beispiel sei hier ein Küchenbrand angeführt: Kurz nach Eintreffen der Feuerwehr-Einsatzkräfte ist es das Ziel, ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäudeteile zu verhindern.

B. HRO gering hoch hoch Technologisches Risiko Abbildung 3: gering 2 Unzuverlässige Organisationen in Hochrisikoumwelten z. B. Tschernobyl, Three Mile Island angelehnt an Roberts (1990a:105) Das Verhältnis von Verlässlichkeit und technologischem Risiko Um sich nicht in der Begriffsvielfalt von Organisationen in Hochrisikoumwelten zu verlieren, lehnt sich diese Arbeit an die Definition von Dietrich und Childress (2004b) an und spricht 30 Kapitel 3 allgemein von Organisationen in Hochrisikoumwelten.

2004; Carroll 1998:704). Neben der ausgeprägten Fehlerfreiheit zeichnen sich die High Reliability Organizations durch eine starke technologische und technische Ausrichtung aus (vgl. u. a. Roberts 1990a:106; Vogus und Welbourne 2003:878; La Porte 1996:60; Rochlin 1996:96). In HRO geht es darum, „to operate safely technologically complex organizations“ (Roberts 1990b:160). Die komplexen Technologien sichern und optimieren den Organisationen ihre Funktionsfähigkeit. Gleichzeitig sollen sie helfen, Fehler und daraus resultierende Störungen und Zwischenfälle zu vermeiden.

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