By Christine Quittkat (auth.)

Christine Quittkat untersucht, wie sich die Europäisierung der Interessenvermittlung französischer Wirtschaftsverbände gestaltet. Sie zeigt in der empirischen examine, dass sich nicht nur die französischen Verbandsstrukturen mit der Einbindung in die europäische Politikgestaltung verändern. Mit der Orientierung französischer Wirtschaftsverbände nach Europa sind auch die französischen Staat-Verbände-Beziehungen einem Wandel unterworfen. Allerdings bleiben etatistische Denk- und Interaktionsmuster trotz veränderter, stärker partnerschaftlicher Beziehungen zwischen Staat und Wirtschaftsverbänden in Frankreich weiterhin prägend.

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Die Konsultation zwischen Regierung und Behtirden einerseits und nationalen Verbanden andererseits erfolgt, so van Waarden (1993), ad hoc und auf willkfirliche Weise nach Ermessen der Beamten und ohne formelle Anerkennung. Der politische 40 Entscheidungsprozess wird wesentlich von 6ffentlichen, politischen Akteuren bestimmt, so dass die M6glichkeiten der Einflussnahme von Interessengruppen in den frfihen Phasen des Politikzyklus in Frankreich sehr beschr~nkt sind. Die Bereitschaft des Staates, Partikularinteressen - mit dem Ziel der GemeinwohlFdrderung - zu berficksichtigen, zeigt sich erst bei den kleinsten Verwaltungseinheiten (Waarden 1993) und erfolgt, wie das Ergebnis einiger Fallstudien verdeutlicht, oft erst in der Implementierungsphase durch die Gewghrung einer Vielzahl von Ausnahmen (Schmidt 1999).

Funktion~ire der nationalen Verb~inde, die yon den nationalen Verb~inden und nicht vom europfiischen Dachverband bezahlt werden (Pappi/Schnorpfei 1 1996: 145). Nach Pappi und Schnorpfeil wird das Ausschusswesen der Kommission yon nationalen Spitzenverb~inden dominiert, was in Bezug auf die Implementierungsaufgabe insofern verst~indlich ist, als meist nur die nationalen und nicht die Euroverbgnde das notwendige Expertenwissen Dr die Umsetzung von EG-Regeln in den einzelnen L~ndern mitbringen (Pappi/Schnorpfeil 1996: 155).

Das Beispiel der grands corps zeigt, dass die Bemtihungen des franz~3sischen Staates, sich weiterhin als Lenkungsmacht zu positionieren, zumindest in einigen Ffillen durchaus erfolgreich sind. Ob dies auch fiir die Beziehungen zwischen den franz6sischen ~ffentlichen Akteuren und den franz6sischen Wirtschaftsverb~inden gilt, wird in der vorliegenden Studie untersucht. 3 Die unterschiedliche Einflusslogik der EG und Frankreichs als Herausforderung fiir franz~sische Wirtschaftsverb~inde Die Typologisierung des politischen Systems der EG und Frankreichs ist im Rahmen der vorliegenden Studie ein heuristisches Mittel, um die Wirkung der nationalen und der europ~iischen Einflusslogik auf die europ~iischen Strategien der franz6sischen Wirtschaftsverbande zu erfassen.

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