By Thomas Gensicke

Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Forschung zum zivilgesellschaftlichen Engagement in Ostdeutschland. Eine vertiefende examine der Daten der ersten beiden Wellen des Freiwilligensurveys (Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und Bürgerschaftliches Engagement) präsentiert neue Erkenntnisse über die Besonderheiten der Umfeld- und Zugangsbedingungen der ostdeutschen Zivilgesellschaft. Darüber hinaus wird ein umfassender Überblick über die vorliegenden qualitativen Studien zu diesem Themenbereich gegeben. Durch die Zusammenschau west- und ostdeutscher Studien werden die jeweiligen Besonderheiten des Engagements herausgearbeitet. In den folgenden Kapiteln werden zunächst die hiermit verbundenen politischen Herausforderungen diskutiert und politische Handlungsempfehlungen zur Entwicklung der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland vorgeschlagen. Abschließend werden die zentralen Ergebnisse einer Regionalstudie zu „partizipativen Kommunen“ in Ostdeutschland und den hier realisierten erfolgreichen Vernetzungsformen zwischen kommunaler Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgestellt. Im Anhang findet sich ein umfangreicher Leitfaden, der von lokalen Akteuren als Arbeitshilfe bei der Entwicklung lokaler Strategien zur Entwicklung der Gesellschaft genutzt werden kann.

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Grafik Grafik15 15 Freiwilliges FreiwilligesEngagement Engagementnach nachwirtschaftlicher wirtschaftlicherSituation Situationder der Privathaushalte Privathaushalte in inWestWest-und undOstdeutschland Ostdeutschland Bevölkerung Bevölkerungab ab14 14Jahren Jahren(Angaben (Angabeninin%) %) 2004 Westdeutschland Ostdeutschland 40 39 37 36 34 31 32 31 28 25 sehr gut (1) gut (2) befriedigend (3) schlecht (4) Quelle: Freiwilligensurveys 1999 und 2004 sehr schlecht (5) Sozialforschung Auf den wirtschaftlichen Positionen 2 bis 4, auf denen sich 83% der ostdeutschen Bevölkerung verteilen, gibt es praktisch keine Unterschiede im freiwilligen Engagement, welches sich in allen Gruppen in der Nähe des Durchschnittswertes für ganz Ostdeutschland bewegt.

Eine wesentliche Zukunftsaufgabe der ostdeutschen Zivilgesellschaft besteht also darin, dem großen Engagementpotenzial ein angemessenes Betätigungsfeld zu gewähren. Besonders gute Anknüpfungspunkte bestehen bei Menschen, die freiwilliges Engagement bereits verbindlich in Erwägung ziehen. Wie sind diese Potenziale nun über wichtige Gruppen in der Bevölkerung hinweg verteilt (Grafiken 10 und 11)? Der Vergleich von Männern und Frauen zeigt in etwa ähnliche Anknüpfungspunkte zur Erweiterung des freiwilligen Engagements.

Im politischen Bereich wurde bei einer eher geringen Zunahme der Ge36 meinschaftsaktivität dennoch deutlich mehr freiwilliges Engagement aktiviert. Eher umgekehrt ist es im sportlichen Bereich, hier hielt die Zunahme des Engagements mit der Zunahme der Gemeinschaftsaktivität nicht Schritt. Noch extremer war das Ungleichgewicht der Trends im Bereich „Freizeit und Geselligkeit“. Trotz zunehmender Gemeinschaftsaktivität sank das Engagement sogar leicht ab. Ähnliche Entwicklungen zeigt der Bereich „Berufliche Interessenvertretung“.

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