By Ingmar Rapp

Obwohl die Menschen immer älter werden, weiß guy bis heute nur sehr wenig über die Ursachen von Trennung und Scheidung in späteren Lebens- und Partnerschaftsphasen. Ingmar Rapp untersucht mit repräsentativen Daten, wie sich die Ehestabilität im mittleren und höheren Erwachsenenalter und nach längerer Ehedauer verändert. Er zeigt außerdem die Ursachen der Ehestabilität in der zweiten Lebenshälfte auf. Beschrieben wird unter anderem, wie sich der Auszug der Kinder, der Übergang in den Ruhestand und der Gesundheitszustand auf das Trennungsrisiko auswirken.

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Auf dieser Basis lassen gesundheitliche Beeinträchtigungen ebenfalls ein erhöhtes Trennungsrisiko erwarten. (3) Neben der Ehequalität und dem Ehegewinn können sich Infolge von Krankheit auch die Barrieren ändern, die einer Trennung im Wege stehen. Aufgrund von sozialen Erwartungen fühlt sich der gesunde Partner dem kranken Partner möglicherweise besonders verpflichtet (Bulanda 2006: 103; Syse und Kravdal 2007: 475) und das Umfeld übt soziale Kontrolle aus, die Ehe aufrechtzuerhalten. Auf dieser Grundlage lassen Erkrankungen ein reduziertes Trennungsrisiko erwarten.

Denn Erkrankungen können die Attraktivität des gesundheitlich beeinträchtigten Partners für den gesun13 Die Studie von Joung et al. (1998) bezieht sich auf Personen im Alter von 25 bis 64 Jahren, die über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren beobachtet werden. Waldron et al. (1996) betrachten Frauen im Alter von 24 bis 34 Jahren, die zehn Jahre lang beobachtet werden. Die Studien von Wilson und Waddoups (2002) sowie von Bulanda (2006) beziehen sich auf 51- bis 61-jährige Männer und Frauen, die über einen Zeitraum von sechs Jahren (Wilson und Waddoups 2002) bzw.

Für höher gebildete Frauen könnte eine stärkere Orientierung an Selbstentfaltungswerten auch deshalb an Bedeutung für die Ehestabilität verloren haben, weil für Frauen die Selbstentfaltungsmöglichkeiten in der Ehe (z. B. was die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit anbelangt) in jüngerer Zeit weniger stark eingeschränkt sind. Speziell für die Bildung der Frau ist schließlich zu vermuten, dass sich deren Einfluss auf die Ehestabilität auch deshalb verändert hat, weil sich die 18 Die Frage, ob sich Bildungseinflüsse auf die Ehestabilität in der Kohortenabfolge verändert haben, ist zudem unter methodischen Gesichtspunkten von Bedeutung, wenn es in den nachfolgenden Analysen darum geht, die Veränderung von Bildungseinflüssen auf die Ehestabilität korrekt zu bestimmen.

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