By CAJA THIMM

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Die seltsam anmutende Differenzierung anhand des Kriterium der "Sichtbarkeit" ist pragmatisch nicht faßbar, wie das von Burkhardt/Henne (1983) behauptet wird. Will man nicht jeder sprachlichen Handlung den Zweck 'informieren' unterstellen (was mir sowohl banal als auch unzutreffend erscheint), so gibt es keine "sichtbare" Zweck-Komponente. Ein Zweck kann nur unterstellt werden, nicht jedoch sichtbar an die sprachliche Handlung geknüpft sein. Die Koppelung von Zweck an die handelnde Person führt zu unyerständlichen Aussagen.

160) Hier wird strategisches Handeln über die Beeinflussung der Erwartungshaltung definiert. Auch die strategisch Handelnde unterliegt Einschränkungen, eigenes Handeln wird kontrolliert mit dem Ziel, die Strategiepartnerin in ihrer Handlungsfreiheit zu limitieren. 38 Je nach Art des Spiels (Nullsummen- oder mixed-motive game) fällt der Grad der Geheimhaltung der Strategie aus. In Konfliktspielen ist die absolute Geheimhaltung von großer Bedeutung, während im mixed-motive game der größte Vorteil darin liegt, ein Verhalten zu zeigen, das die Partnerin als gegeben und verläßlich betrachtet, ohne daß dieses Verhalten eine Täuschung ist.

Ein Zweck kann nur unterstellt werden, nicht jedoch sichtbar an die sprachliche Handlung geknüpft sein. Die Koppelung von Zweck an die handelnde Person führt zu unyerständlichen Aussagen. Wenn ich sage, "Handelnde haben Zwecke" oder "Meine Oma hat einen Zweck", so meine ich damit keine Besitzbeschreibung, sondern: "Wenn meine Oma das und das tut, hat das einen Zweck". Wenn ich verkürzt sage, Handelnde verfolgen Zwecke, so meine ich damit, daß sie mit der Handlung einen Zweck verfolgen. Es gilt, zwei Ebenen zu unterscheiden: die des Ziels, das mit Handlungen \'erfolgt wird und das relativ willkürlich von den Handelnden bestimmt werden kann, und den des Zweckes, der der Handlung als bedeutungsbestimmend zugeordnet ist.

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