By Aline Vedder

Aline Vedder analysiert die kunst- und gesellschaftstheoretische Bestimmung der Funktion von Kunst für die moderne Gesellschaft. Dazu führt sie mit Blick auf die Wahrnehmung von Körperlichkeit in aktuellen Kunstwerken eine interdisziplinäre Untersuchung durch, die soziologische und neurowissenschaftliche Methoden kombiniert. Sie arbeitet heraus, dass beide Disziplinen gemeinsame Ausgangspunkte für die examine der Gesellschaftlichkeit von künstlerischen Wahrnehmungserfahrungen bieten. Durch die Verknüpfung soziologischer und neurowissenschaftlicher Ergebnisse zeigt sie, dass das Potenzial der Kunst darin zu sehen ist, dass durch sie ein neuer Fokus auf die Welt und deren Perspektivität gewonnen werden kann.

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Auch Posner (2003) rechtfertigt von vornherein eine allgemeine Zeichentheorie, um Kommunikationsfixierung und Kunstfixierung, bekannte Gefahren der Bildwissenschaft, zu überwinden. Belting (2000) spricht sich für eine Konstanz der Kategorie Bild aus, indem er darauf verweist, dass zwar die Medien wechseln, die Bilder jedoch bleiben. Als Beispiel dafür nennt er die Ablösung der Malerei durch die Fotografie. Dabei könne das Trägermedium nicht nur die Technik der Bildproduktion liefern, sondern auch die Technik der Wahrnehmung (Belting, 2000).

Reck (2000) führt in seiner Argumentation die Ablehnung der Annahme eines sinnstiftenden, offenen beziehungsweise freien Sehens bei der Betrachtung von Kunst aus. ” (Reck, 2000: 191) Kunst und Gesellschaft 41 37 Im Zuge seiner Ausführungen gibt Reck (2000) außerdem zu bedenken, dass Sinn keine Objekteigenschaft, sondern eine Reflexionsfigur sei. Der Sinn von Kunst liegt also nicht im Werk selbst, sondern lässt sich erst durch die Reflexion über das Werk erschließen (Reck, 2000). Damit spricht er sich gegen eine ikonische Fassbarkeit von Sinn aus.

Mit der Feststellung einer zunehmenden Durchwirkung des Alltags von Bildern taucht zwangsläufig die viel diskutierte Frage auf, was ein Bild ist. Obgleich sich der Begriff des Bildes durch eine gewisse Offenheit auszeichnet (Belting, 2000), kann zwischen verschiedenen Modellen differenziert werden, um sich einer Verortung des Begriffs zu nähern. Die Frage danach, was ein Bild ist, wird bereits 1995 von Gottfried Boehm in seinem gleichnamigen Sammelband „Was ist ein Bild” aufgegriffen. Belting (2011) verweist daran anschließend darauf, dass es fraglich sei, ob im Falle des Bildes überhaupt begriffen werden könne, was das „Was” im Sinne von Text oder Inhalt bestimmen kann.

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