By Hans Kluth

Die vorliegende Untersuchung setzt sich die Aufgabc, eine Strukturanalyse und eine Darstellung der politis chen Linie der Kommunistischen Partei Deutschlands von ihrer Neugrtindung nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Verbot am 17. August 1956 zu geben. Da die KPD auch bereits vor dem Verbot strenge Ma nahmen zur Abschirmung und Geheimhaltung ihrer Tatigkeit getroffen hatte, die sich u. a. darin auswirkten, da nur sehen konkrete Angaben tiber innerparteiliche Angelegenheiten veroffent licht wurden, mu ten notwendigerweise an vtrschiedenen Stellen Fragen unerortert und Probleme ungelost bleiben, die zu einer erschopfenden Behandlung des Themas hinzugehort hatten. Als Quellenmaterial dienten in erster Linie die offiziellen Veroffentlichungen der KPD-Protokolle der Parteitage, Referate der Parteivorstandstagungen, Resolutionen und Erklarungen - sowie die von der KPD herausgegebenen Zeitungen und Zeitschrif ten. Au erdem standen dem Verfasser einige Dokumente zur Verftigung, die anla lich des Verfahrens zur Feststellung der Verfassungswidrigkeit der KPD auf Beschlu des Bundesverfassungsgerichtes beschlagnahmt worden waren. Einige ehemalige ma gebliche Funktionare der KPD erteilten bereitwillig Auskunft in Fragen, tiber die kein gedrucktes fabric vorliegt. Der erste Abschnitt der Arbeit behandelt die Tatigkeit der KPD in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Er erhebt nicht den Anspruch, diese Periode der Geschichte der KPD ausftihrlich darzustellen, sondern soIl lediglich als Oberleitung von der besser bekannten Tatigkeit der KPD in der Weimarer Republik - hier seien die Untersuchungen von Ruth Fischer, Ossip okay. Flechtheim und Franz Borkenau ge nannt - zu der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg dienen.

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Zur Verwirklichung der im "Programm" geforderten Ziele miiihen sich alle unterdriickten Schichten der westdeutschen Bevolkerung zu einem Bundnis g~gen den "Verrater Adenauer" zusammenschliegen. Arbeiter, Bauern, Handwerker, Freischaffende, Angestellte und Beamte, Intelligenz, kleine und mittlere Unternehmer sowie "ein bedeutender Teil der westdeutschen Industriellen" miiBten sich zu gemeinsamen Aktionen organisieren. Das Kernstiick des Biindnisses gegen die "Adenauerpolitik" miisse aber die Aktionseinheit der kommunistischen, sozialdemokratischen, christlichen und nicht organisierten Arbeiter sein.

Reimann stellt dem die Ansicht der Parteiflihrung gegenliber: "Jede Abgrenzung von der Politik der Sowjetunion, jede Duldung von Ausfllichten im Bekenntnis zur Sowjetunion und ihrer Politik flihrt unvermeidlich in das Lager des Imperialismus. " Die KPD forderte also zwar den national en Kampf gegen die einheimische Bourgeoisie und die westlichen "imperialistischen Machte", die Verteidigung nationaler Belange durfte jedoch nicht mit den auBenpolitischen Interessen der Sowjetunion kollidieren. Eine Forderung, die kaum groBe Aussicht auf Werbekraft hatte in einer Zeit, in der die Fragen der Reparationen und der Kriegsgefangenen in erster Linie an die Sowjetunion gestellt wurden.

19-73. Programm der Nationalen Front des demokratischen Deutschland, Kongrell-Verlag, Berlin, o. 15. 13. Otto Grotewohl, Der Kampf urn den Frieden und die Nationale Front des demokratischen Deutschland, Protokoll des III. Parteitages der SED, Berlin 1951, Ed. I, S. 211/212. 12' 40 Die politische Linie cler KPD 1945-1957 "In West deutschland kampft die Kommunistische Partei Deutschlands unter den besonderen Bedingungen der nationalen Versklavung und des wachsenden Terrors, der seitens der auslandischen imperialistischen Unterdrucker und ihrer Agenten und Helfershelfer gegen aile Krafte des Friedens und der Demokratie angewandt wird.

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