By Timo M. Käfer (auth.)

Konzerne bewegen sich im Laufe ihres Lebenszyklus im Spannungsfeld zwischen Zentralisation und Dezentralisation. Da Dezentralisierungsbemühungen zumeist die logische strategische Reaktion auf strukturelle Überkomplexität sind, stellt sich für das Konzernmanagement die Frage nach dem konkreten Ablauf solcher Restrukturierungsprozesse.

Ausgehend von einem integrativen Konzernverständnis, das erstmals die organisationstheoretischen Eigenheiten des Konzerns explizit berücksichtigt, identifiziert Timo M. Käfer konzernale Dezentralisierungspfade. Sein Mehr-Ebenen-Modell der Konzernorganisation (MEMKO) bietet dem für den Wandel verantwortlichen administration ein Werkzeug zur Bestimmung struktureller Ist- und Soll-Zustände. Mit Blick auf ein verbundweit anfallendes strategisches Restrukturierungsvorhaben zeigt der Autor einen zweistufigen Dezentralisierungsprozess auf, der konzernebenenspezifisch differierenden Entwicklungsdynamiken unterworfen ist. Neben der zeitlichen Abfolge ist vor allem die Lokalität des Wandels für die Implementierung eines strategischen und strukturellen matches zu berücksichtigen.

Show description

Read or Download Dezentralisierung im Konzern: Eine Mehr-Ebenen-Analyse strategischer Restrukturierung PDF

Best german_14 books

Molossische und Bakcheische Wortformen in der Verskunst der Griechen und Römer

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer e-book records mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Institutioneller Wandel durch Lernprozesse: Eine neo-institutionalistische Perspektive

Die Autorin widmet sich mit dem Thema des institutionellen Wandels einer zentralen Frage der gegenwärtigen politikwissenschaftlichen Forschung. Aufbauend auf neo-institutionalistische Ansätze untersucht sie einen neuen und derzeit besonders intensiv diskutierten Aspekt institutionellen Wandels: das institutionelle Lernen zwischen Staaten.

Technologie von Unternehmenssoftware: Mit SAP-Beispielen

Unternehmenssoftware - das sind operative Anwendungssysteme wie ERP-Systeme, analytische Systeme wie information Warehouse-Systeme und Planungssysteme wie provide Chain Management-Systeme. Das Buch beschreibt ihre Technologie und Modellierungskonzepte. Außerdem die Integrationstechniken Portal, XML, Web-Services, Message-Broker und enterprise procedure Management-Systeme, um mehrere Systeme zu einer Systemlandschaft zusammenzuschließen.

Extra resources for Dezentralisierung im Konzern: Eine Mehr-Ebenen-Analyse strategischer Restrukturierung

Example text

Vgl. hierzu genauer die Ausführungen zur Bestimmung des Dezentralisationsgrades in Kap. 2. 32 Kapitel 1: Konzernrestrukturierung im Wandel der Zeit Prinzipiell könnte die Konzernorganisation jeden beliebigen Punkt in der vorliegenden Matrix einnehmen. Der theoretisch denkbare Extremfall einer Reorganisation vom größtmöglich zentralen zum größtmöglich dezentralen Konzern kann dabei als Winkelhalbierende des Quadranten 1 durch den Achsenmittelpunkt hinein in Quadrant 4 dargestellt werden. Der Mittelpunkt selbst stellt einen Konzernfall dar, indem sowohl die Verteilung der Aufgabenkompetenzen als auch die Verteilung der Entscheidungskompetenzen absolut gleichmäßig erfolgt.

Die Dezentralisierung innerhalb des zuvor entworfenen Matrixkonzeptes beinhaltet dabei ganz allgemein ausgedrückt drei Teilschritte. h. verschiedene direkt und indirekt anfallende Aufgaben werden zu einem größeren Komplex zusammengefaßt. Dieser Integrationsphase liegen eine strikte Nutzen- bzw. 6 Da ein erwei1 2 3 4 5 6 Vgl. Faust et al. (1999), S. ; Nadler/Tushman (1988), S. 110 f. Die Kompetenzverteilung regelt die stellenbezogenen Aufgaben- und Entscheidungsbefugnisse innerhalb der Organisation; vgl.

481. Vgl. Schmidt (1993a), S. 128. Vgl. hierzu Krüger (1985), S. 295 f. 2 Koordination dient somit in erster Linie auch dem Zusammenhalt der einzelnen Konzernteilunternehmen. 1 Strukturelle Koordination Das klassische Instrument zur dauerhaften strukturellen Koordination ist die Hierarchie. 6 Für die Organisationstheorie gilt das Bürokratiemodell Webers als Vorläufer hierarchischer Gestaltung. 7 Funktion und Funktionalität der Organisationshierarchie sind im allgemeinen zwar abhängig von den spezifisch vorliegenden Unternehmens- und Umweltvariablen.

Download PDF sample

Rated 4.00 of 5 – based on 31 votes