By Andrea Óhidy

Lebenslanges Lernen hat sich in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa zu der wichtigsten pädagogischen Leitidee entwickelt. Gleichzeitig wurde es zum Überbegriff der bildungspolitischen Reformbestrebungen der Europäischen Union. Andrea Óhidy untersucht die Rezeption der europäischen Reformdiskussion im erziehungswissenschaftlichen Fachdiskurs vergleichend in Deutschland und Ungarn, stellvertretend für das `alte` und das `neue Europa`. Die Autorin schließt wichtige Forschungslücken im Hinblick auf die vergleichende erziehungswissenschaftliche Forschung und liefert neue Erkenntnisse zur Rezeption der europäischen Leitidee des Lebenslangen Lernens.

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Deswegen ist hier der Widerstand gegenüber internationalen Konzepten, wie dem Konzept „Lebenslanges Lernen“ deutlich größer als z. B. im Bereich der Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Der hohe Übereinstimmungsgrad zwischen Erwachsenenbildung und dem Konzept „Lebenslanges Lernen“ kann aber dadurch erklärt werden, dass "Lernen in der ´Vor-Erwachsenenphase´ eine soziale und biographische Selbstverständlichkeit ist, die sich alltäglich und augenscheinlich vollzieht und in der Schule ihren festen, institutionalisierten Ort hat.

Zoltán Györgyi untersuchte zum Beispiel die Gründe des Nicht-Lernens von ungarischen Erwachsenen (vgl. Györgyi 2004). József Mayer und Péter Singer führten sechzig narrative Interviews mit Roma über ihren Lebenslauf, um ihre Motivation zur Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme zu erforschen (vgl. Mayer 2005a). d) Wie oben mehrmals angedeutet, bildet der Bereich der Erwachsenenpädagogik im Rahmen der Institutionen des Pflichtschul- und des Hochschulsystems („iskolaszerĦ felnĘttoktatás“) 70 den Schwerpunkt der ungarischen erwachsenenpädagogischen Untersuchungen.

In der ungarischen Erwachsenenbildungsforschung spielt der europäische Kontext seit dem demokratischen Systemwechsel eine zentrale Rolle. Die deutsche Forschung genießt dabei eine besondere Stellung: Zwischen den deutschen und ungarischen Erwachsenenbildnern findet durch die enge Kooperation des deutschen und ungarischen Volkshochschulverbandes ein intensiver wissenschaftlicher Austausch statt, insbesondere seit der Eröffnung des Budapester Projektbüros des IIZ/DVV77 1991. Allerdings fehlt auch hier eine explizite vergleichende Perspektive, wie dies u.

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