By Karl-Dieter Keim

Die Abhandlung bietet Begründungszusammenhänge für eine raumwissenschaftliche Forschungsprogrammatik. Sie stellt gleichzeitig ein Kompendium für die Lehre dar, und zwar für alle jene Studiengänge und Fächerangebote, in denen Fragen der räumlichen Entwicklung und Raumpolitik (einschließlich der räumlichen Planung) behandelt werden, das heißt vor allem, für sozialwissenschaftliche, humangeographische und raumplanerische Studiengänge. Die Studie wendet sich darüber hinaus an Politik, Kultur und Öffentlichkeit. Mit dem "Fenster zum Raum" werden verschiedene Zugänge sowie zentrale theoretische Konzepte zur Charakterisierung raumwissenschaftlicher Probleme dargelegt. Der Raum-Bogen spannt sich von der Wirkungsgeschichte der frühen Besiedlungen, über wissenschaftstheoretische Aspekte und machtbestimmende bzw. qualitative Raumbildungen bis hin zu neuen Formen und Anwendungen raumbezogener Steuerungen. Es handelt sich insgesamt um sozialwissenschaftlich geprägte, jedoch interdisziplinär ausgerichtete Raumthematisierungen als Kulturtheorie.

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BuchhandelstextAm 1. 1. 1995 ist das Pflegeversicherungsgesetz in Kraft getreten. Es fordert von den Dienstleistungsunternehmen im sozialen Sektor die Beteiligung an Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Um im expandierenden Bereich, besonders der Altenpflege, konkurrenzfähig zu bleiben und die wirtschafliche Existenz solcher Einrichtungen dauerhaft zu sichern, muß sich die gemeinnützige Arbeit in der Altenpflege stärker als bisher auch an marktwirtschaftlichen Aspekten orientieren.

Die Turbo Vision zu Turbo Pascal 7.0: Der schnelle Weg zu menügeführten SAA-Programmen

Dipl. -Phys. Arnulf Wallrabe ist im Bereich der Elektronik tätig.

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Das Wissen im Anwendungskontext wird in Aushandlungsprozessen unter den beteiligten Akteuren und Gruppen gewonnen. Nur wenn deren heterogene Sichtweisen, Meinungen, Interessen berücksichtigt werden, kann diese Art von Wissensgenerierung gelingen. Wissenschaft stellt "links" her zu neuen Partnerschaften und muss, um diese Kooperationen pflegen zu können, die Fähigkeit entwickeln, nach unterschiedlichen Logiken und Strategien zu agieren. Dieses Vorgehen erscheint allerdings schwer einlösbar. Die Wissenschaft wird selbst die Verantwortung für die zu gewinnenden wissenschaftlichen Aussagen beibehalten wollen (und müssen); die Mitwirkung der Aushandlungspartner bleibt somit auf methodenfreie Wissensgenerierung begrenzt und es ist dann Sache der beteiligten Wissenschaftler, die Relevanz dieses neuen Wissens für die wissenschaftlichen Aussagen zu formulieren.

Planungsrecht und Städtebau werden stark instrumentell auftreten und die Praktikabilität ihres Fachwissens hervorheben. Soziologie, Sozialpsychologie und Ethnologie werden darlegen, dass sie Aussagen über das Handeln von Menschen in ihren sozialen Verhältnissen in den Vordergrund rücken. Die Humangeographie wird die räumliche Verteilung von relevanten Sachverhalten aufzeigen und Verbindungslinien zu den beiden erstgenannten Fachgruppen zu ziehen versuchen. Die raumbezogene Ökonomie wird sich, in Abkehr von den nach wie vor dominanten Modellaussagen, der Begründung von normativen, insbesondere dem Nachhaltigkeitsprinzip verpflichteten Konzepten zuwenden.

In allen Fällen wird sich herausstellen, dass der Erfolg dabei von der inneren Bereitschaft der beteiligten Wissenschaftler abhängt, sich interdisziplinär öffnen zu wollen; das Wagnis hierzu beginnt im Kopf. Und diese innere Haltung, die übrigens auch mitbedingt wird durch das "tacit knowledge", das in Fragen der wissenschaftlichen Arbeitsweise verfligbar ist, bildet sinnvollerweise auch den Maßstab flir die Intensität der interdisziplinären Kooperation; Erfahrung lehrt, dass es allemal besser ist, die Erwartungen nicht zu überfrachten.

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