By Ernesto Cardenal

Die Menschen von Solentiname sind die Verfasser dieses Buches. Das heißt, sein wirklicher Verfasser ist der Geist, der ihnen die Worte eingab, derselbe Geist, der auch die Evangelien inspirierte. Es ist der Heilige Geist, der Geist Gottes; der Geist, den Oscar den Geist der Vereinigung aller nennen würde und Alejandro den Geist des Dienstes am Nächsten und Elbis den Geist der zukünftigen Gesellschaft und Felipe den Geist des Arbeiterkampfes und Julio den Geist der Gleichheit und der Gütergemeinschaft aller mit allen und Laureano den Geist der Revolution und Rebeca den Geist der Liebe.

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Roots of Religious Extremism, the: Understanding the Salafi Doctrine of AL-Wala' Wal Bara'

One of many concerns in modern Islamic concept which has attracted huge realization among Muslim students and in the Muslim group is the legitimate and acceptable perspective of Muslims to relationships with non-Muslims. an incredible resource of bewilderment and controversy almost about this courting comes from the allegation that Muslims needs to reserve their love and loyalty for fellow Muslims, and reject and claim warfare at the remainder of humanity — such a lot acutely noticeable throughout the Islamic idea of Al-Wala' wal Bara' (WB) translated as “Loyalty and Disavowal”, which seems to be important within the ideology of contemporary Salafism.

Book of Religion & Empire

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Dieser Marcelino, zum Beispiel, das ist ein wirklidter Kirdtenlehrer. 37 Das Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13, 1-13) Wir sind im Gemeinschaftshaus. Vor uns liegt der See so glatt wie ein Spiegel. Wie immer um diese Zeit im Mai herrscht völlige Windstille. Wir haben zusammen Reis und Bohnen gegessen, dazu einige Mojarrafische, die Don Julio Guevara gefangen hat. Nun besprechen wir das Gleichnis vom Sämann, das uns Alejo vorgelesen hat. An diesem Tag ging Jesus aus dem Haus und setzte sich ans Meer.

Im sage, es ei seltsam, daß man so lange geglaubt habe, das Himmelreim wäre der Himmel. Auch jetzt gibt es noch viele gebildete Christen, die es weiterhin glauben. Und es war tatsächlich bequemer, das Himmelreim ins Jenseits zu verlegen, um diese Welt nicht verändern zu müssen. Wir wissen, daß Matthäus das Wort »Himmel« gebraumt, weil es jüdische Sitte war, das Wort »Gott« nimt auszuspremen. Aber wenn das Reim Gottes wirklich der jenseitige »Himmele wäre, hätten alle Gleichnisse vom Gottesreim keinen Sinn: daß das Himmelreim wie ein Netz ist, das gute und 49 schlechte Fische fängt; daß es wie ein Acker ist, auf dem Weizen und Unkraut wächst; daß es wie ein vergrabener Schatz ist; daß es wie ein Samenkorn ist; daß es wie ein Sauerteig ist ...

Ich: - Kann einer nicht neutral sein? Oscar: - Nein. Denn wenn er sich nicht der Gemeinschaft anschließt, dann trennt er sich schon allein dadurch von ihr ab. Schon das bloße Nicht-teilnehmen-Wollen an unserer Gemeinschaft ist eine Abtrennung. Darum ist der, der nicht für Christus ist, also für den, der uns wie Körner um sich sammelt, einer, der uns trennt, einer, der die Körner in alle Winde zerstreut. J ulio Mairena sagt: - Wer nicht für ihn ist, der ist gegen ihn, und wer nicht gegen ihn ist, der ist für ihn, das ist im Grunde dasselbe ...

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