By Joachim ˜vonœ Köppen

Das Interesse an den Zusammenhiingen zwischen Wachstum, Risikotragfahig keit, Ertmgskraft und Eigenkapitalausstattung der Untemehmungen ist in den letzten Jahren stiindig gestiegen, obgleich der deutschen Wirtschaft in der Nachkriegszeit eine liinger anhaltende konjunkturelle Abschwiichung bis her erspart geblieben E. Die rechtzeitige Vorsorge fur eine gesunde Finanz struktur in einer Zeit wirtschaftlicher Aufwartsentwicklung entspringt der ttberlegung, -daB die Untemehmungen in Zukunft nicht mehr auf eine d. er artige Steigerung der Umsatz- und Gewinnraten hoffen konnen, wie me fur die fiinfziJger Jahre bestimmend struggle. Die Wirtsch: aft stellt sich vielmehr auf ein difierenziertes Wachstum sowie einen verschiirften Wettbewerb auf den erweiterten Miirkten ein. Dabei riickt die Frage nach der Hohe und Zusam mensetzung einer fUr das Geschaftsvolumen tmgfahigen EigenkapitaIbasis in den Mittelpunkt geschaftspolitischer 'Oberlegungen. Die vorliegende Artbeit hat sich das Ziel gesetzt, die mit der Eigenkapit1al ausstattung zusammenhiingenden Risiko-, Rentabilitiits-, Anpassungs- und Publizitiitsprobleme fur einen Wirtschaftszweig, der in besonders enger Ver bindung mit den ubrigen Bereichen der Wirtschaft stehit, das Kreditgewerbe, systematisch und entwicklungsgeschichtlich zu erortem. Die Untersuchung wendet sich daher Bowohl an den financial institution- und Sparkassenkaufmann, der neben seinen Hauptarbeitsgebieten etwas uber den Ausgangspunkt und die BezugsgroBe der Geschliftstatigkeit seines Instituts erfahren mochte, sowie an die Geschaftsleitungen der Kreditinstitute, die sich AufschluB uber die F'ak toren verschaffen miissen, die dieangemessene Hohe und Zusammensetzung des Eigenkapitals bestimmen, als a, uch an die Geschaftspartner der Kredit institute in den verschiedenen Wirtschafiszweigen, die einen besseren Einblick in dire Grundlagen der Kredit- und Emissionsbereitschaft ihrer Bankverbin dungen gewinnen wollen.

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Eigenkapitalbetrage, so konnen wir zusammenfassend sagen, sind entweder unkiindbar und damit zeitlich unbefristet einsetzbar oder stehen als formalrechtlich kiindbare Betrage in iiberwiegendem MaBe ebenfalls langfristig zur 18) vgl. , Die Personengesellschaft, Kommentar, 2. , Stuttgart 1962, S. 152 und 167. 20) vgl. § 65 Abs. 1 GenG. 21) 22) 23) vgl. § 73 Abs. 2 GenG. Vgl. § 57 Abs. 1 AktG, § 30 Abs. 1 GmbHG. Vgl. , Die Aktiengesellschaft, 7. , Kaln und Opladen 1950, S. 13. Die betriebswirtschaftlichen Kriterien des EigenkapitaLs 45 Verfiigung.

AIle Verluste der Unternehmung sind vom Eigenkapital zuerst zu tragen. Es fangt aIle ungiinstigen Verschiebungen im Verhaltnis zwischen Vermogen und Schulden auf, soweit seine eigene Hohe nicht iiberschritten wird. Erst dann, wenn die Verluste die Hohe des Eigenkapitals iibersteigen, dieses also bereits aufgezehrt ist, wird Fremdkapital unfreiwilligerweise am Risiko der Unternehmung beteiligt. Der Umfang der Haftung beider Kapitalarten kann deshalb zunachst in folgender Weise gekennzeichnet werden: Eigenkapital tragt ausdriicklich und von vornherein das Risiko, das aus der Geschaftstatigkeit des Unternehmens resultiert.

Die abstrakte Kapitalziffer gibt die H5he der Verpflichtung des Unternehmens an AuBenstehende und Kapitaleigner an. Die Beteiligung der wirtschaftlichen Eigentiimer ergibt sich rechnerisch, indem von der Geldwertsumme aller Vermogensteile die Schulden abgezogen werden. In Hohe des nicht durch Glaubigeranspriiche gebundenen Vermogens, d. h. des Reinvermogens, haben die Kapitaleigner ein mittelbares Verfiigungsrecht. Die H5he dieser Beteiligung wird durch die Eigenkapitalpositionen der Bilanz angegeben, wobei allerdings zu beriicksichtigen ist, daB der Bilanzausweis infolge von Unterbewertung und Nichtansatz immaterieller Werte iiblicherweise zu niedrig ist.

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