By Kurt Stoffel

Controlling befindet sich in Deutschland erst seit kurzem auf dem Weg, einen Platz im betriebswirtschaftlichen Theoriegebäude zu gewinnen. Begriffsverwirrung herrschte und herrscht noch heute vor. Hierzu trägt wesentlich eine mangelnde Abgrenzung zwischen der Controlling­ funktion und Controllern als einem speziellen Träger von Führungsaufgaben bei. Die große begriffliche Ähnlichkeit wird in den united states schon seit langem als möglicher Grund für Ver­ wirrungen genannt. Wortzusätze (Controllership as opposed to administration regulate) haben diese Abgrenzungsgefahr nicht vermindern können. In Deutschland fehlen gleichartige Spezifizierungen (deshalb?) völlig. Den deutschen Bemühungen zur theoretischen Verankerung des Controlling entsprechende Ansätze in den Staaten sind nicht bekannt. Umgekehrt liegen dort deutlich mehr unmittelbar praxisbezogene Anleitungen bzw. Lehrbücher zum Controller und zur Controllership als in Deutschland vor. Vertiefte Aussagen über Controlling und Controllership in anderen Ländern finden sich weder in der deutschsprachigen noch in der einschlägigen englischsprachigen Literatur. Angesichts dieser Ausgangssituation besteht in mehrfacher Hinsicht ein Erkenntnisdefizit: • Entspricht -wie häufig in der einschlägigen Literatur -das Controllerbild in Deutsch­ land trotz der angesprochenen Unterschiede dem historischen Vorbild united states oder führen die konzeptionell unterschiedlichen controllingbezogenen Sichten zu unterschiedlichen Controllershipbildern? • Speziell: Hat die koordinationsbezogene Controllingtheorie in Deutschland eine Ent­ sprechung gefunden im Aufgabenspektrum des Controllers? Nehmen diese signifikant mehr Koordinationsaufgaben wahr als ihre amerikanischen Kollegen? • Wie stehen die Ergebnisse für die united states und Deutschland, für die schon viele empirische Erhebungen vorliegen, im Verhältnis zum Stand in anderen wichtigen Industrienationen? U. a. Antworten auf diese Fragen zu finden, struggle Aufgabe der vorliegenden Arbeit von Stoffel.

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Weber, Controlling, 1994, S. 29 ff. Weber, Controlling, 1994, S. 224. Eine Analyse verschiedener Führungssystemgliederungen findet sich bei Küpper, Konzeption, 1987, S. 97 ff. 23 im Führungssystem eine wesentliche Voraussetzung sind, versucht Weber, die vorliegenden Führungssystem- bzw. Führungsteilsystemabgrenzungen kritisch zu analysieren und in ein theoretisch fundiertes, konsistentes Begriffsgefüge zu integrieren. 10 Er unterscheidet, wie in Abbildung 2 darstellt, als Führungsteilsysteme innerhalb des Führungssystems das Wertesystem, das Planungssystem, das Kontrollsystem, das Informationssystem, die Organisation und das Personalführungssystem.

Zur Unterscheidung von Verfahrens- und Ergebniskontrollen sowie von Eigen- und Fremdkontrollen Weber, Controlling, 1994, S. 152 ff. 55 Küpper, Controlling, 1990, S. 881. 56 Ein weiterer Nachteil der Eigenkontrolle liegt darin begründet, "daß der Ausführende Kontrollhandlungen unbewußt unterläßt und Vergleichsinformationen falsch interpretiert, weil man eher geneigt ist, nach bestätigenden Informationen zu suchen", Küpper, Controlling, 1990, S. 882. 57 Vgl. hierzu Weber, Controlling, 1994, S. ; Küpper, Controlling, 1990, S.

Die vollständige Umsetzung dieser beiden Autbauprinzipien verlangt aber auch die entsprechende Ausprägung der anderen beiden Autbauprinzipien. Der gewünschte hohe Partizipations- und Differenzierungsgrad kann nur durch die Praktizierung des Gegenstromverfahrens erreicht werden. Gleichzeitig ist ein hoher Formalisierungsgrad Voraussetzung für die vollständige Realisierung der anderen drei Autbauprinzipien. 3 Kontrollsystem Ähnlich wie der Begriff Planung wird auch der Begriff Kontrolle in der einschlägigen Literatur recht unterschiedlich eingegrenzt.

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