By Jochen Vollmann

Die Beachtung der Selbstbestimmung des Patienten in der Medizin hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wobei die Einwilligung nach Aufklärung des Kranken (Informed Consent) eine zentrale Rolle spielt. In der Psychiatrie treten beim trained Consent Probleme auf, wenn Kranke aufgrund ihrer psychischen Störung keine selbstbestimmte Entscheidung treffen können (Einwilligungsunfähigkeit). Das Buch gibt eine historische, theoretische und klinisch-empirische Übersicht zum trained Consent in der Psychiatrie. Die ethische Problematik der klinischen Behandlung und medizinischen Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Patienten wird am Beispiel der Demenz vom Alzheimer-Typ untersucht. Dabei werden das relationale trained Consent-Modell, Patientenverfügungen und Probleme der medizinischen Forschung diskutiert.

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Aufklärung und Einwilligung in der Psychiatrie: Ein Beitrag zur Ethik in der Medizin

Die Beachtung der Selbstbestimmung des Patienten in der Medizin hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, wobei die Einwilligung nach Aufklärung des Kranken (Informed Consent) eine zentrale Rolle spielt. In der Psychiatrie treten beim expert Consent Probleme auf, wenn Kranke aufgrund ihrer psychischen Störung keine selbstbestimmte Entscheidung treffen können (Einwilligungsunfähigkeit).

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Aus dem Recht des Patienten auf eine selbstbestimmte Entscheidung resultiert die Pflicht des Arztes zu Aufklärung und Respekt vor der Entscheidung des Kranken (Kirby 1983). B. lediglich ein Einverständnisfonnular unterschreibt. Vielmehr muß er eine infonnierte, selbstbestimmte und von äußeren Zwängen ausreichend unabhängige Entscheidung treffen, damit von einer medizinethisch gültigen Einwilligung, einem Infonned Consent, gesprochen werden kann. B. der stillschweigenden Einwilligung ("tacit consent"), der implizierten Einwilligung ("implicit" oder "implied consent") und der mutmaßlichen Einwilligung ("presumed consent") ab.

Damit der Patient jedoch eine eigenständige Einwilligung (Lenckner 1992) geben kann, müssen ihm als medizinischem Laien die hierfür notwendigen Infonnationen im ärztlichen Aufklärungsgespräch in angemessener Fonn vennittelt werden. Für eine autonome Entscheidung muß der Patient die Infonnation verstehen, auf seine persönliche Lage anwenden und frei entscheiden können. Neben dem Respekt vor der Autonomie der Person kann die Patientenaufklärung philosophisch auf der Grundlage des Patientenwohls (siehe Kap.

Bei diesem Vorschlag wird zu Recht darauf hingewiesen, daß sich in der klinischen Realität die Patientenentscheidung nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt reduzieren läßt. Zwar wird die Einwilligung formal zu einem bestimmten Zeitpunkt gegeben und rechtsverbindlich dokumentiert, doch der ethisch relevante Vorgang der Information, Beratung und Meinungsbildung des Patienten erstreckt sich in der Regel über einen längeren zeitlichen und zwischenmenschlichen Prozeß. B. das Unterschreiben eines Einwilligungsformulars, verstanden und konzeptionalisiert werden (Carpenter 1974, Appelbaum et al.

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