By Matthias Uhl, Eckart Voland

Hat Angeben einen Sinn? used to be will der Pfau erreichen, der seine pr?chtigen Schwanzfedern ausbreitet? Wen beeindruckt das m?chtige Geweih des Platzhirsches? Und warum steigt der braungebrannte J?ngling so cool aus seinem superschicken Cabriolet? Hat der, der angibt, mehr vom Leben? Und steht die Verschwendung von Ressourcen nicht in krassem Widerspruch zur ?konomie der Natur? Die Erkl?rungsmodelle, welche die Biologie und die Evolutionspsychologie f?r Extravaganz, ?bertreibung und exhibit bei Tieren wie Menschen anzubieten haben, sind das Kernthema dieses ebenso aufschlussreichen wie unterhaltsamen Buches. Mit zahlreichen Beispielen und in klarer Sprache stellen die Autoren die Konzepte und Theorien vor, mit denen sich das Angeben als biologisches Ph?nomen erl?utern l?sst: Kosten-Nutzen-Analysen, nat?rliche und sexuelle Selektion, offene und verdeckte Botschaften, das Handicap-Prinzip. Und die Bandbreite der dabei angeschnittenen Themen ist beeindruckend. Zum Beispiel reichen die zur Erkl?rung des Handicap-Prinzips angef?hrten Beispiele von bewusst riskantem Verhalten bei Heranwachsenden ?ber "Kleider machen Leute", Punk und die intercourse Pistols, Box-Taktiken und Golfclubs, Statussymbole und die "Peanuts" der Deutschen financial institution, Friedrich den Gro?en und Saddam Hussein, Milit?rparaden auf dem Roten Platz, den Anschlag auf das global alternate middle, ?ppige Blumenstr?u?e und teure Essenseinladungen bis hin zu orientalischen M?rchen und Sankt Martin, die japanische Yakuzza, Liebesbriefen und dem Geheimnis motivierender cooks. Die Lekt?re des Buches wird den Blick auf das Statussymbol des Nachbarn und das Gehabe der Kollegen nachhaltig ver?ndern.

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